Eine Konvertierungsvorlage ist eine Ressource, die festlegt, ob und wie RGB-, CMYK-, Grau-, Sonderfarben- und Lab*-Objekte aus Ihrem Dokument konvertiert werden. Sie können unterschiedliche Konvertierungsvorlagen für verschiedene Anforderungen erstellen und beim Erstellen eines neuen Jobs auswählen, welche davon für die Verarbeitung verwendet werden soll. Sie können Konvertierungsvorlagen entweder manuell erstellen oder automatisch von GMG SmartProfiler erstellen lassen. In Kombination mit GMG OpenColor ermöglichen dynamische Konvertierungen dynamisch berechnete Profile und Sonderfarbendatenbanken.
Die Pfeile zeigen die Verarbeitungspfade vom Eingabefarbraum links zum Ausgabefarbraum rechts an. Sobald Sie Konvertierungsprozessoren auf die Pfade ziehen, ändern sich die Pfeile entsprechend Ihren Anpassungen ( → / ↑ / ↓ ). Die Position jedes Prozessors auf dem Pfad bestimmt die Konvertierungsreihenfolge: Je weiter links ein Prozessor platziert ist, desto früher wird seine Konvertierung durchgeführt; je weiter rechts ein Prozessor platziert ist, desto später wird seine Konvertierung durchgeführt. Ordnen Sie die Prozessoren strategisch an, um optimale Konvertierungsergebnisse zu erzielen.
Konvertierungstypen
| Processor | Description |
|---|---|
| Mit diesem universellen Prozessor können RGB-, CMYK-, Grau-, Sonderfarben- und Lab*-Objekte dynamisch „on the fly“ berechnet werden. Siehe: Dynamische Konvertierungen. | |
| Für die statische Konvertierung von RGB- und Prozessfarben mithilfe der vorberechneten MX4-Profile, die mit ColorServer geliefert werden, oder mithilfe von Profilen, die mit InkOptimizer und/oder GMG SmartProfiler Lab (Legacy) erstellt wurden. GMG SmartProfiler Spectral verwendet stattdessen MXN. | |
| Wird nur verwendet, wenn Prozessfarben statisch mithilfe alter MX3-Kalibrierungsprofile konvertiert werden sollen, die mit GMG ProfileEditor und/oder GMG SmartProfiler Lab (Legacy) erstellt wurden. GMG SmartProfiler Spectral verwendet stattdessen MXN-Profile. | |
| Für die statische Konvertierung von RGB, Prozessfarben und Lab* mithilfe von ICC-Profilen aus externen Quellen, zum Beispiel von FOGRA bereitgestellten Profilen. Bitte beachten Sie, dass ICC-Profile weniger präzise sind als spektrale MX-Profile und daher zu abweichenden Farbergebnissen führen können. | |
| Für die statische Konvertierung von RGB und Prozessfarben mithilfe von MXN-Profilen aus GMG-OpenColor-Projekten. MXN-Profile verwenden Spektraldaten und können für Multicolor-Workflows eingesetzt werden. | |
| Für die statische Konvertierung von Sonderfarben in Prozessfarben unter Verwendung der CMYK-Werte aus der Eingabedatei oder aus verfügbaren Sonderfarbensets (db3). Sie können außerdem Kanalzuordnungsregeln auf beide Konvertierungsoptionen anwenden. Alternativ können Sie Sonderfarben unkonvertiert lassen und ausschließlich Kanalzuordnungsregeln verwenden. Dies kann die Verarbeitungszeit für PDFs verkürzen, die ausschließlich technische Kanäle enthalten. | |
|
Um Sonderfarben-Rastertonwerte an die Tonwertzunahme Ihrer Druckbedingung anzupassen, können Sie für die Konvertierung eine Gradationsdatei auswählen. Bitte beachten Sie, dass eine Gradation auf alle Sonderfarben angewendet wird. Diese Option ist daher nur sinnvoll, wenn alle Sonderfarben ein ähnliches Tonwertzunahmeverhalten aufweisen. |
So vermeiden Sie doppelte Konvertierungen
Die Reihenfolge der Prozessoren in einer Konvertierungsvorlage ist entscheidend für eine präzise und effiziente Farbkonvertierung. Eine falsche Prozessorreihenfolge kann unnötige doppelte Konvertierungen verursachen, die Verarbeitungszeit erhöhen, Farbverschiebungen hervorrufen oder die Wirksamkeit der farbsparenden Optimierung verringern. Beachten Sie beim Anordnen von Konvertierungsprozessoren die folgenden Richtlinien.
Prozessfarben vor der Optimierung konvertieren
Im folgenden Beispiel konvertiert die erste Prozessfarbenkonvertierung alle Prozessfarben in den Ausgabefarbraum des Druckers. Die zweite Prozessfarbenkonvertierung wendet ein InkOptimizer-Profil an, um die konvertierten Prozessfarben durch Reduzierung des CMY-Anteils zu optimieren und Farbe einzusparen.
Das Anwenden des InkOptimizer-Profils vor der Konvertierung der Prozessfarben in den Ausgabefarbraum des Druckers wäre nicht effektiv. Die nachfolgende Farbkonvertierung könnte die im ersten Schritt erzielte Farbsparoptimierung überschreiben oder verringern.
RGB-Prozessor zwischen den Prozessfarbenprozessoren platzieren
Positionieren Sie den RGB-Prozessor zwischen den beiden Prozessfarbenprozessoren. Dadurch wird sichergestellt, dass RGB-Farben in den Ausgabefarbraum des Druckers konvertiert werden, bevor sie mit dem InkOptimizer-Profil optimiert werden.
Wenn RGB zuerst konvertiert wird, werden die daraus resultierenden Prozessfarben erneut durch die erste Prozessfarbenkonvertierung konvertiert, obwohl sie bereits in den Ausgabefarbraum des Druckers konvertiert wurden. Diese unnötige doppelte Konvertierung erhöht die Verarbeitungszeit und kann die Farbgenauigkeit beeinträchtigen.
Wenn RGB zuletzt konvertiert wird, werden die daraus resultierenden Prozessfarben nicht optimiert, da das InkOptimizer-Profil bereits angewendet wurde. Dadurch werden die farbsparenden Vorteile der Optimierung nicht auf RGB-Inhalte angewendet.
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