Die dynamische CMYK-Konvertierung berechnet bei Bedarf neue Separationen. Im Gegensatz dazu verwendet die statische Konvertierung die vordefinierte Separationsregel aus OpenColor, ohne Separationen neu zu berechnen.
Dynamische CMYK-Konvertierung an die Vorlage hinzufügen
- Ziehen Sie das DYN-Symbol auf den Pfeil Prozessfarben.
- Wählen Sie unter Eingabe-Farbraum Ihr OpenColor-Eingabeprojekt aus.
- Wählen Sie Ihr OpenColor-Ausgabeprojekt aus. Die Liste unter Ausgabe-Farbraum zeigt alle OpenColor-Projekte an, die eine Separationsregel mit dem ausgewählten OpenColor-Eingabeprojekt enthalten.
- Aktivieren oder deaktivieren Sie bei dynamischen Konvertierungen die Ausgabekanäle manuell nach Bedarf.
Hinweis: In vollständig automatisierten Workflows können Ausgabekanäle auch über ein Job Ticket oder die API festgelegt werden. - Wählen Sie die Separations-Voreinstellung, die am besten zum Zweck Ihres Druckprozesses passt. Die standardmäßigen Separationseinstellungen ändern sich je nach ausgewähltem Preset.
- Passen Sie bei Bedarf den Gesamtfarbauftrag, an.
- GCR Level (CMYK): Die Menge an Schwarz wird durch die Separationsregel definiert. Durch Erhöhen des GCR-Werts, also der Gray Component Replacement, kann der CMY-Anteil in Graubereichen reduziert und der Schwarzanteil erhöht werden. Dadurch kann weniger Farbe verwendet werden, und das Ausgabeergebnis wird weniger empfindlich gegenüber Änderungen der Druckbedingungen.
Wenn der GCR-Wert auf 0 gesetzt ist, entspricht die gesamte Schwarztintenmenge der Summe der Schwarztintenverwendung für Einzelfarben, wie sie in der Separationsregel definiert ist. Diese Einstellung betrifft nur CMYK-Farben, nicht zusätzliche Farben, die Teil der Farbkonfiguration sein können. - Schwarzstart (CMYK): Dies legt fest, ab welchem Prozentwert Schwarz verwendet wird. Der Wert wird durch die Separationsregel definiert. Sie können hier einen höheren Schwarzaufbau festlegen. Dies betrifft nur CMYK-Farben, nicht zusätzliche Farben, die Teil der Farbkonfiguration sein können.
- Passen Sie bei Bedarf das Gamut Mapping an.
- Grau an Zielmedium anpassen: Diese Einstellung legt fest, wie stark der Papierfarbton des Zieldruckmediums die gedruckten Farben beeinflusst. Sie ist wichtig, wenn die Zieldruckbedingung ein Substrat mit einem anderen Weißpunkt verwendet als der Output Intent des Dokuments. Sie wirkt sich hauptsächlich auf die Graubalance und weniger gesättigte Farben aus.
Wird der Regler nach links bewegt, bleiben die ursprünglichen Farben erhalten und der neue Papierfarbton wird weitgehend ignoriert. Wird der Regler nach rechts bewegt, wirkt sich der Zielpapierfarbton stärker auf die Farben aus, insbesondere auf Lichter und Graubalance. - Tiefen-Kompensation: Diese Einstellung kann erhöht werden, um Clipping in Schattenbereichen zu minimieren, Bilddetails zu erhalten und den Dynamikumfang des Ausgabe-Farbraums in den Tiefen vollständig zu nutzen. In den meisten Fällen führt eine höhere Tiefen-Kompensation auch zu einer allgemeinen Verringerung der Sättigung. Wenn der Schwarzpunkt des Zielfarbraums dunkler ist als der Schwarzpunkt der Quelle, kann die Tiefen-Kompensation die Sättigung erhöhen. Wenn Sie ein möglichst tiefes Schwarz benötigen oder Farbverschiebungen vermeiden möchten, können Sie die Einstellung verringern oder deaktivieren, indem Sie den Regler nach links bewegen. Es wird empfohlen, für CMYK-zu-CMYK-Separationen von Bilddaten einen hohen Wert zu verwenden und für Verpackungsdruck auf gestrichenen Medien einen niedrigen Wert.
- Gamut-Expansion: Diese Einstellung ermöglicht es, den gesamten verfügbaren Farbraum Ihres Druckers auszunutzen. Sie ist nützlich für alle Drucker mit großem Farbraum, sowohl für reine CMYK-Drucker als auch für Drucker mit zusätzlichen Farben. Durch Gamut Expansion werden Farben bis an den Rand des verfügbaren Druckerfarbraums verstärkt. Dabei können sie sich deutlich verändern, während die Graubalance unverändert bleibt. Beachten Sie, dass eine Farbverstärkung nur möglich ist, wenn der Zielfarbraum deutlich größer ist als der Quellfarbraum. Wenn Ihr Drucker zusätzliche Farben verwendet, aktivieren Sie zusätzlich in den Reinhaltungs-Einstellungen die Option "Zusätzliche Farben in Überdrucken zulassen", um die maximale Wirkung zu erzielen.
- Grau an Zielmedium anpassen: Diese Einstellung legt fest, wie stark der Papierfarbton des Zieldruckmediums die gedruckten Farben beeinflusst. Sie ist wichtig, wenn die Zieldruckbedingung ein Substrat mit einem anderen Weißpunkt verwendet als der Output Intent des Dokuments. Sie wirkt sich hauptsächlich auf die Graubalance und weniger gesättigte Farben aus.
- Passen Sie bei Bedarf die Purify-Einstellungen an.
- Schwarz rein halten: Hält die Schwarzachse rein, sodass Schwarz nicht durch CMY ergänzt oder ersetzt wird.
- Behalte 100% Schwarz bei 100%: Erhält 100 % Schwarz als 100 % Schwarz.
- CMY rein halten: Hält Cyan, Magenta und Gelb rein, sodass diese Farben nicht durch andere Farben ergänzt oder ersetzt werden.
- Zusätzliche Farben in Überdrucken zulassen: Legt fest, wie strikt die Farbaufteilungsdefinition aus der Separationsregel auf überdruckende Farben angewendet wird. Wenn diese Option aktiviert ist, werden die Überdruckeinstellungen aus der Separationsregel weiterhin berücksichtigt, GMG OpenColor kann jedoch zusätzliche Farben verwenden, wenn dies sinnvoll ist. Das Zulassen zusätzlicher Farben in Überdrucken ist besonders hilfreich, wenn die resultierende Farbe deutlich von den einzelnen Farben abweicht, zum Beispiel wenn Blau mit Gelb überdruckt wird.
Einschränkung: Damit dynamisches Profiling in ColorServer korrekt funktioniert, darf das OpenColor-Projekt nur eine Separationsregel enthalten. Wenn für dasselbe Ausgabeprojekt mehrere Separationsregeln vorhanden sind, kann die Jobverarbeitung in ColorServer mit folgender Fehlermeldung fehlschlagen: „Invalid number of output colorants.“
Varianten von Separationsregeln
Wenn ColorServer einen Job mit einer Konvertierungsvorlage für dynamische Farbkonvertierung verarbeitet, kann er neue Profile für die entsprechende Separationsregel erzeugen, falls die angeforderte Farbkombination zuvor noch nicht berechnet wurde.
Die neu erzeugten Profile werden in OpenColor in der Profilliste der entsprechenden Separationsregel angezeigt.
Die Details der Separationsregel zeigen die Varianten, die von ColorServer ausgelöst wurden:
Um die Lab-Werte für alle Tonwerte anzuzeigen, klicken Sie auf das Augensymbol Abstufungen zeigen.
Siehe auch:
- Konvertierungsvorlagen
- Dynamisches Profiling
- Dynamische Schmuckfarbenkonvertierung
- Dynamische RGB-Konvertierung
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