Als GMG ColorProof-Administrator haben Sie jederzeit die volle Kontrolle über jeden Schritt des Gesamtablaufs, da Sie die Workflow-Parameter festlegen. Die ausgeklügelte Logik hinter der Software ermöglicht es Ihnen, Load Balancing mit Nestingstrategien zu kombinieren. Auf diese Weise können Sie die volle Kapazität Ihrer Drucker nutzen und zugleich Druckmedien sparen, indem Sie mehrere "kompatible" Bilder in einem Job kombinieren. Sie werden eventuell ein wenig Zeit investieren müssen, um das System für Ihren Drucker-Pool und internen Workflow zu optimieren, aber wenn dieser Schritt einmal getan ist, werden Sie von dem hohen Grad der Automatisierung sehr profitieren.
Die folgende Abbildung wird Ihnen eine Vorstellung davon vermitteln, wie Load Balancing und Nesting in GMG ColorProof funktionieren. Die anschließenden Informationen werden den Sachverhalt detaillierter beschreiben.

Load Balancing und Nesting.
Im folgenden Beispiel werden drei Workflows (A, B und C) aufgesetzt, um die Bilder nach unterschiedlichen Proof-Standards zu verarbeiten. (In Hinsicht auf Load Balancing und Nesting ist es irrelevant, welcher Workflow mit welchem Hotfolder verknüpft ist und welche Dateifilter für welchen Workflow zur Anwendung kommen.)
Jeder Workflow verarbeitet ein Bild (zum Beispiel durch separate Hotfolder oder unterschiedliche Dateifilter-Einstellungen). Jeder Workflow verarbeitet sein Bild auf eine andere Weise, ganz nach den vorgegebenen Workflow-Parametern (unterschiedlichen Proof-Standards). Um dies an einem konkreten Beispiel zu verdeutlichen: Den drei Bildern könnten unterschiedliche ICC-Profile zugeordnet sein und dementsprechend würden sie von den Workflows durch die Filter für eingebettete ICC-Profile erkannt werden.
Nach dem Farbmanagement werden die Bilder mittels Load Balancing an die Drucker im Drucker-Pool verteilt. Zwei der drei Bilder verwenden dieselbe Nesting-Strategie (Vorlage 1, > 60% bildgefüllter Raum) und auch ihre Druckereinstellungen sind zueinander kompatibel (zum Beispiel unterstützen beide Proof-Standards das Druckmedium GMG ProofPaper semimatte 250). Diese beiden Bilder werden im selben Job gesammelt. Der Job wird im Nesting-Status (in der Ansicht Jobs) verbleiben, bis 60% der vorgegebenen Rollenlänge ausgefüllt ist, dann wird er gedruckt.
Das Bild in Workflow C verwendet eine andere Nesting-Strategie (Vorlage 2). Es wird an einen anderen Drucker im Pool geschickt, horizontal auf dem Druckmedium zentriert und als einzelnes Bild direkt ausgedruckt.
Im Manager für manuelle Jobs können Sie einen Job mit mehreren Bildern und unterschiedlichen Proof-Standards direkt erstellen. Freie Drucker können manuell aus der Liste der verfügbaren Drucker auswählt werden.
In einem Workflow ist die Liste der verfügbaren Drucker und der unterstützen Druckmedien für die jeweiligen Workflow-Einstellungen auf der Registerkarte Load Balancing und Nesting angelegt. Wählen Sie einfach das Druckmedium, das für alle Jobs in diesem Workflow verwendet werden soll, und die Drucker für das Load Balancing aus.
Wird in dem verlinkten Hotfolder ein neues Bild angezeigt, ordnet die Funktion Load Balancing dieses Bild automatisch einem freien Drucker im Drucker-Pool zu. Der ausgeklügelte Load Balancing Algorithmus berücksichtigt auch die Bild- und die Mediengrößen, die von den verschiedenen Druckern unterstützt werden. Entweder wird ein Drucker ausgewählt, der die Bildgröße direkt unterstützt, ohne Skalierung des Bildes, oder ein Drucker, der die geringste Veränderung der Bildgröße erfordert (falls Bildverarbeitungsregeln definiert wurden). Wenn kein Drucker aus dem Drucker-Pool die Bildgröße (nach der Bildverarbeitung) unterstützt, wird ein Fehlerjob erzeugt, der in der Ansicht Jobs manuell bearbeitet und schließlich an den Drucker übermittelt werden kann.
Sobald ein Bild in einem Hotfolder angezeigt wird, wird es einem freien Drucker zugewiesen. Es müssen jedoch folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Der dem Job zugeteilte Drucker muss Teil des Drucker-Pools sein, der für diesen Workflow angelegt wurde.
- Alle Druckereinstellungen (geladenes Medium, Druckmodus) müssen den Workflow-Einstellungen entsprechen.
- Die Bildgröße darf sich nicht mit der Mediengröße überschneiden oder es ist kein anderer Drucker verfügbar, der geringere Änderungen der Bildgröße (Bildverarbeitung) erfordern würde.
Ein Job wird erzeugt und erscheint in der Job-Liste. Wenn die Bildgröße (nach der Bildverarbeitung) von keinem der Drucker im Pool unterstützt wird, wird ein Fehlerjob erzeugt und dem Drucker mit dem größten Formatdruck zugewiesen. Dieser Fehlerjob kann in der Ansicht Jobs manuell bearbeitet und dann an den gewünschten Drucker übermittelt werden.
Verfügbare Drucker-Medium-Kombinationen
Im Workflow-Dialog, unter Farbmanagement > Proof-Ausgabe, werden alle mit dem ausgewählten Proof-Standard kompatiblen Drucker und Medien aufgelistet. Nur die hier gelisteten Drucker und Medien werden auch auf der Seite Load Balancing und Nesting aufgeführt. Wenn Sie eine bestimmte Drucker-Medium-Kombination auf der Seite Load Balancing und Nesting vermissen, kann dies daran liegen, dass noch kein entsprechender Proof-Standard definiert worden ist.
Die Funktion Nesting macht die Situation ein klein wenig komplizierter, aber sie erweitert das Automatisierungsvermögen der Software auf herausragende Weise. Lassen Sie uns mit einer einfachen Situation ohne Load Balancing beginnen, mit nur einem Drucker in Ihrem Drucker-Pool.
Mit der Nesting-Funktion können Sie automatisierte Jobs mit mehreren Bildern erzeugen, ebenso wie Sie das auch manuell im Manager für manuelle Jobs bewerkstelligen können. Dadurch sparen Sie wertvolle Proof-Medien und vereinfachen Ihre internen Workflows, zum Beispiel, indem Sie alle Bilder eines bestimmten Kunden oder für einen bestimmten Druckstandard sammeln und in einem einzigen Job ausdrucken.
Jede Nesting-Vorlage enthält Nesting-Regeln, die als Set (als Nesting-Strategie) gespeichert sind. GMG GmbH & Co. KG stellt Ihnen mehrere Nesting-Vorlagen für die üblichen Aufgabenbereiche zur Verfügung, Sie können aber auch Ihre eigenen Vorlagen erstellen, die ganz auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden können. Mit einer Nesting-Regel können Sie, zum Beispiel, bestimmen, dass 60% einer definierten Rollenlänge mit Bildern gefüllt sein muss, bevor der Druck beginnt. Für die digitale Druckproduktion von Fotos mit PhotoProof-Profilen ist die Nesting-Regel von Vorteil, nach der alle Bilder automatisch zentriert, in ein Hochformat gedreht und als einzelne Bilder gedruckt werden.
Es ist möglich, Bilder aus verschiedenen Hotfoldern und Workflows zu sammeln. Wenn Sie in der Ansicht Workflows auf die Registerkarte Nesting klicken, erhalten Sie eine Übersicht über alle Nesting-Strategien, die derzeit von Ihrem System genutzt werden. In einer Listenansicht sehen Sie, welche Workflows und Drucker an welcher Nesting-Strategie teilnehmen.
Werden Load Balancing und Nesting zusammen genutzt, wird GMG ColorProof zuerst einen freien Drucker auswählen (Load Balancing), sobald das erste Bild in dem verlinkten Hotfolder erkannt wird. Die Software überprüft, ob die Bildgröße mit der Mediengröße vereinbar ist und ob alle Druckereinstellungen (geladenes Medium, Druckmodus) auch mit den Workflow-Parametern kompatibel sind (entsprechend der oben aufgeführten Bedingungen).
Ein Job mit dem Status Nesting wird erzeugt und in der Job-Liste angezeigt. Falls sich zur selben Zeit mehrere Bilder mit kompatiblen Druckeinstellungen in dem Hotfolder befinden, werden die Bilder auf dem Blatt oder der Rolle so verteilt, dass ein minimaler Papierverbrauch gewährleistet werden kann.
Wenn ein neues Bild in einem Hotfolder erscheint, wird es einem bereits bestehenden Job im Status Nesting hinzugefügt, sofern alle Anforderungen für das Load Balancing (siehe oben) erfüllt sind. Jedes Mal, wenn einem Nesting-Job ein neues Bild hinzugefügt wird, erfolgt eine jeweils neu optimierte Bildplatzierung auf dem Blatt oder der Rolle, um den Papierverbrauch zu senken.
Wird eine der Bedingungen nicht erfüllt, wird ein neuer Job mit Nesting-Status erzeugt (und einem anderen Drucker im Pool zugewiesen). Wenn kein Drucker die Bildgröße (nach Anwendung der Bildverarbeitung) unterstützt, wird ein Fehlerjob erzeugt und dem Drucker mit dem größten Formatdruck zugeordnet.
Fertige Jobs nach dem Nesting automatisch auf Halten setzen
Mit der Option Fertige Jobs anhalten werden Ihre durch eine Nesting-Vorlage erzeugten Jobs automatisch auf Halten gesetzt, nachdem die in der Nesting-Vorlage definierte Abschlussregel erfüllt wurde.
Diese Option bietet Ihnen die Möglichkeit, die von Ihnen definierten Jobs vor dem Druck im Manager für manuelle Jobs noch einmal zu überprüfen. Wahlweise können Sie auch die Bildvorschau für PDF/PS-Dateien verwenden, da PDF/PS-Dateien nach dem Rippen automatisch auf Halten gesetzt werden.
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