Alternativ zur Farbkonvertierung mit einer vorberechneten Separationsregel können Sie im Konvertierungsdialog auch bis zu 7 Ausgabefarben manuell auswählen und die erforderliche Separationsregel dynamisch berechnen lassen. Sobald sie erstellt ist, können Sie die Separation feinjustieren – genau wie bei vorberechneten Separationsregeln.
Wann die manuelle Auswahl von Ausgabefarben sinnvoll ist
Die manuelle Auswahl von Ausgabefarben ist ideal für folgende Szenarien:
- Flexodruck-Workflows: Wechseln Sie häufig verwendete Sonderfarben flexibel, ohne mehrere OpenColor-Projekte erstellen und verwalten zu müssen.
- Explorative oder einmalige Projekte: Experimentieren Sie mit Farbkombinationen oder erstellen Sie Designs, die keine dauerhaften, wiederverwendbaren Separationsregeln benötigen.
- Eilige Jobs: Führen Sie schnelle Konvertierungen direkt in Illustrator durch, wenn vorberechnete Separationsregeln nicht verfügbar sind.
Separationsregeln im Handumdrehen erstellen
Hinweis: DeviceLink-Profile, die ohne vorberechnete Separationsregel erstellt werden, werden bei jeder Anforderung neu berechnet und nicht dauerhaft gespeichert. Daher werden auch keine Separationsvarianten abgelegt. Wenn Sie in Zukunft absolut identische Separationswerte benötigen – z. B. für Wiederholaufträge oder Konvertierungen mit ColorPlugin für Photoshop – empfehlen wir, Konvertierungen auf Basis vorberechneter Separationsregeln zu verwenden. (Siehe auch: Separationsvarianten speichern und wiederverwenden)
- Wählen Sie die zu konvertierenden Farbkanäle aus und klicken Sie im Plugin-Hauptmenü auf Dynamic Conversion.
Der Konvertierungsdialog öffnet sich. - Wählen Sie unter Source project das GMG OpenColor-Projekt, das Sie als Quellprojekt verwenden möchten. Die Kanäle Ihrer ausgewählten Objekte werden darunter aufgelistet.
- Unter Output project wählen Sie das OpenColor-Projekt, das Sie als Zielfarbraum verwenden möchten, und aktivieren das Kontrollkästchen für Manual selection of output inks.
Falls das ausgewählte Output-Projekt keine vorberechnete Separationsregel enthält, wird diese Option automatisch aktiviert. -
Wählen Sie Ihre erste Ausgabefarbe aus dem Dropdown-Menü.
Tipp: Anstatt durch die Liste zu scrollen, können Sie den Namen der Farbe (oder einen Teil davon) in das Dropdown-Feld eingeben, um große Datenbanken zu filtern und die gewünschte Sonderfarbe schnell zu finden.
- Nach der Auswahl einer Farbe erscheint ein weiteres Dropdown. Fügen Sie auf diese Weise bis zu sieben Farben hinzu. Wenn Sie mit der Auswahl fertig sind, klicken Sie auf Apply inks to continue.
- Unter Separation details sehen Sie die zu verwendenden Farbanteile sowie den geschätzten Delta-E00 (ΔE00) für jeden Kanal. Arbeiten Sie mit den empfohlenen Werten weiter oder feinjustieren Sie sie, indem Sie auf einen Eintrag klicken und ihn ändern. Falls Sie Werte versehentlich ändern, können Sie mit Reset Changes die Standardeinstellungen wiederherstellen.
Wenn Sie eine andere Kombination von Ausgabefarben ausprobieren möchten, klicken Sie auf Edit ink selection und ändern Sie die Auswahl. Die Separationsregel wird in Echtzeit angepasst. - Unter Advanced Settings finden Sie weitere Separationsoptionen wie TAC, GCR und Gamut-Mapping. Arbeiten Sie mit den empfohlenen Werten oder passen Sie diese durch Anklicken eines Eintrags an. (Siehe auch: Erweiterte Einstellungen für die Farbkonvertierung).
- Wenn alle Einstellungen Ihren Anforderungen entsprechen, klicken Sie auf Convert, um die Konvertierung zu starten. Ein Dialog zeigt den Fortschritt an und schließt sich automatisch, sobald die Konvertierung abgeschlossen ist.
Einschränkungen bei dynamisch erstellten Separationsregeln
Auch wenn dynamisch erstellte Separationsregeln große Flexibilität bieten, sollten Sie folgende Einschränkungen beachten:
- Separationsprofile werden nicht dauerhaft gespeichert: Sie werden bei jeder Anforderung neu berechnet, was zu leichten Farbabweichungen führen kann.
- Separationsvarianten können nicht wiederverwendet werden: Separationsvarianten werden ebenfalls nicht gespeichert und können daher später nicht wiederverwendet werden – z. B. für Wiederholaufträge oder Konvertierungen mit ColorPlugin für Photoshop.
- Keine Überdruckeinstellungen: Die manuelle Auswahl von Ausgabefarben erlaubt derzeit keine erweiterten Einstellungen wie Überdruckverhalten oder Rasterwinkel.
- Feste Kanalreihenfolge: Die Kanalreihenfolge des DeviceLink-Profils kann im ColorPlugin nicht festgelegt werden. Stattdessen wird die Standardfarbfolge des OpenColor-Output-Projekts verwendet. Bei Sonderfarbbibliotheken, z. B. Pantone, erfolgt die Reihenfolge alphabetisch.
- Verarbeitungszeit: Das Erstellen von Separationsregeln kann je nach Komplexität der ausgewählten Farben etwas länger dauern.
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