Der Spot Color Finder in GMG ColorPlugin hilft Ihnen, schnell die besten Ersatzfarben für Sonderfarben zu finden und anzuwenden – unabhängig davon, ob das ausgewählte Objekt in CMYK, Lab, einer anderen Sonderfarbe oder sogar als Verlauf definiert ist. Sie können die Sucheinstellungen verfeinern, das DeltaE für alle Farbvorschläge in der Vorschau prüfen, Ihre bevorzugte(n) Ersatzfarbe(n) aus den Vorschlägen auswählen und das Objekt direkt konvertieren. So ist das Sonderfarben-Management schneller, konsistenter und präziser.
In diesem Beitrag werden die folgenden Themen behandelt:
- Voraussetzungen für den Spot Color Finder
- So verwenden Sie den Spot Color Finder
- Mehrere Objekte und mehrfarbige Objekte handhaben
- Sucheinstellungen im Spot Color Finder
Voraussetzungen für den Spot Color Finder
- Eine aktive Internetverbindung zu GMG OpenColor
- Veröffentlichte OpenColor-Projekte, die als Quell- und Zielfarbräume für die Konvertierung genutzt werden
So verwenden Sie den Spot Color Finder
- Wählen Sie das Vektorobjekt aus, das Sie konvertieren möchten, und klicken Sie im Hauptmenü des Plugins auf Spot Color Finder. Für dieses Beispiel wird ein grünes Objekt gewählt, das in CMYK definiert ist.
- Die Objektfarbe(n) werden immer oben im Dialog angezeigt, darunter die von ihnen verwendeten Farbkanäle.
Wählen Sie unter Source Project das OpenColor-Projekt aus, das als Eingabefarbraum für die Konvertierung genutzt werden soll, und bestätigen Sie mit Continue. - Wählen Sie das OpenColor-Output-Projekt, das die Sonderfarben enthält, in denen gesucht werden soll (z. B. eine PANTONE®-Bibliothek). Die Anzahl verfügbarer Sonderfarben wird daraufhin angezeigt („Searching in 2161 spot colors“).
- Unter Search Settings können Sie die empfohlenen Voreinstellungen prüfen. Verwenden Sie diese oder passen Sie sie nach Bedarf an.
Beispielsweise können Sie die minimale und maximale Farbdeckung einstellen, CMYK in die Suche einbeziehen oder bevorzugte Sonderfarben für die Suche festlegen – etwa Markenfarben. Detaillierte Beschreibungen finden Sie unter Sucheinstellungen im Spot Color Finder. - Wenn alle Einstellungen passen, klicken Sie auf Find spot colors, um die Suche zu starten. Eine Fortschrittsanzeige informiert Sie.
- Nach Abschluss der Suche werden die zehn besten Ersatzoptionen im Dialog angezeigt.
- Erste Spalte: die zu reproduzierenden Objektfarben.
- Zweite und/oder dritte Spalte: die vorgeschlagenen Ersatzfarben (eine oder zwei Sonderfarben, abhängig von der Einstellung Max spot colors) mit dem jeweiligen Prozentwert zur Reproduktion.
- Dritte Spalte: der zu erwartende DeltaE (ΔE00).
- Vierte Spalte: die Farbansicht, die die erwartete Objektfarbe nach der Konvertierung zeigt. Beim Überfahren mit der Maus wird der entsprechende L*a*b-Wert angezeigt.
- Über der Ersatztabelle: die Substratvorschau, die beim Überfahren mit der Maus das L*a*b des Papierweiß anzeigt.
- Falls Sie mit den Vorschlägen nicht zufrieden sein sollten, klicken Sie auf Adjust search, um das Ausgabeprojekt und/oder die Sucheinstellungen zu ändern und eine neue Suche zu starten.
- Wählen Sie dann Ihre bevorzugte Ersatzvariante aus und klicken Sie auf Convert, um die Konvertierung zu starten.
Das folgende Bild zeigt das Objekt nach der Konvertierung mit der ausgewählten Sonderfarbe, hier PANTONE 369C, anstelle von CMYK.
Mehrere Objekte und mehrfarbige Objekte handhaben
Der Spot Color Finder funktioniert nicht nur bei einzelnen Objekten mit einer Farbe, sondern auch, wenn Sie mehrere Objekte gleichzeitig auswählen oder wenn ein Objekt mehrere Farben enthält, z. B. Verläufe oder Mischungen.
Der Suchprozess ist in allen Fällen derselbe. Der einzige Unterschied liegt in der Darstellung: Einfarbige Objekte zeigen ein einziges Farbfeld, während mehrfarbige Objekte mehrere Farbfelder anzeigen, die die Objektfarben repräsentieren (z. B. die Stopps eines Verlaufs).
Bei komplexen Verläufen oder Mischungen können Sie mit der Einstellung Max object colors die Anzahl der in den Vorschlägen angezeigten Eingabefarben begrenzen. Das reduziert die Verarbeitungszeit, liefert aber dennoch zuverlässige Ergebnisse.
Sucheinstellungen im Spot Color Finder
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Min device value | Legt die minimale Farbdeckung für alle Sonderfarben fest. Hilfreich, um sehr helle Töne zu vermeiden, die möglicherweise nicht zuverlässig druckbar sind (z. B. Werte unter 2–3 %). Ein höherer Mindestwert stellt sicher, dass nur praxisgerechte und druckbare Sonderfarbkombinationen vorgeschlagen werden. |
| Max device value | Legt die maximale Farbdeckung für alle Sonderfarben fest. Hilft, Sonderfarben mit extrem hoher Farbdeckung (z. B. 95 %) zu vermeiden. Besonders nützlich bei Prozessen, in denen hohe Farbaufträge Trocknungs- oder Qualitätsprobleme verursachen. |
| Max spot colors | Bestimmt die maximale Anzahl der in die Separation einbezogenen Sonderfarben. Damit können Sie die Druckkomplexität steuern – z. B. auf 1 Sonderfarbe begrenzen, wenn Sie mit Logos oder einfachen Grafiken arbeiten, anstatt beliebig viele Kombinationen zuzulassen. |
| Max object colors | Begrenzt die maximale Anzahl von Objektfarben, die in die Vorschläge einbezogen werden. Dies gilt sowohl für die Auswahl mehrerer Objekte als auch für einzelne Objekte mit mehreren Farben (z. B. Verläufe oder Mischungen). Sind mehr Farben vorhanden als erlaubt, werden nur so viele berücksichtigt wie definiert. Niedrigere Werte verkürzen die Verarbeitungszeit, höhere Werte verbessern die Genauigkeit bei komplexen Verläufen oder Mischungen. |
| Include CMYK | Falls aktiviert, werden auch CMYK-Farben aus dem Zielprojekt berücksichtigt. Nützlich, wenn hybride Ergebnisse (Sonderfarbe + CMYK) erlaubt sind oder die beste Annäherung tatsächlich im CMYK-Farbraum liegt. Deaktivieren Sie diese Option, wenn ausschließlich reine Sonderfarben zulässig sind. |
| Preferred spot colors | Ermöglicht es, bestimmte Sonderfarben in den Suchergebnissen zu priorisieren. Hilfreich, wenn Ihr Workflow erfordert, dass bestimmte Marken- oder Hausfarben bevorzugt werden, auch wenn technisch gesehen (geringeres DeltaE) eine andere Farbe besser passen würde. So können Sie sicherstellen, dass eine definierte Unternehmensfarbe immer zuerst vorgeschlagen wird. |
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