Messdaten aus einem Druckprozess zeigen immer gewisse Schwankungen und weichen von einem ideal glatten Farbraum ab. Ursachen hierfür liegen unter anderem im Farbauftrag des Druckverfahrens, in der Homogenität und Oberflächenstruktur des Bedruckstoffs sowie in der Optik und Mechanik (Robotik) der Messgeräte.
Die intelligente Glättung (Smooth-Funktion) analysiert die Messdaten im Hinblick auf ein definiertes zulässiges Maß an Abweichung vom Ideal und korrigiert alle Messwerte, die dieses Maß überschreiten.
Das zulässige Maß der Abweichungen zu einem idealen Gamut wird über die Strength-Einstellung der Smooth-Funktion festgelegt:
- ein kleiner Wert (z. B. 1) erlaubt noch größere Abweichungen,
- ein großer Wert (z. B. 10) reduziert Abweichungen weitgehend und nähert die Daten einem ideal glatten Farbraum an.
Ein wiederholtes Ausführen der Smooth-Funktion mit derselben Strength ist unkritisch und führt nicht zu weiteren Änderungen, sobald das eingestellte Maß an Glättung erreicht ist.
Eine zu starke Glättung kann dazu führen, dass die Messdaten die tatsächlichen Druckbedingungen nicht mehr ausreichend genau widerspiegeln. In der Folge können darauf basierende Profile vom gewünschten visuellen Ergebnis abweichen.
Messdaten mit vielen oder starken Abweichungen können außerdem ein Hinweis auf einen instabilen Druckprozess oder ein ungeeignetes Messgerät für die verwendete Papier-Farbkombination des Testcharts
sein.
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